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Verschwiegenheit

DAS OBERSTE ANWALTSGEBOT.

Die Verpflichtung zur Verschwiegenheit, sowie das Doppelvertretungsverbot folgen dem für Angehörige der freien Berufe obersten Gebot der Treuepflicht zum eigenen Mandanten. Die Treue- und Verschwiegenheitspflichten sind gesetzlich geregelt und dauern über das Vertretungsverhältnis hinaus. Eine Einschränkung durch Zeitablauf ist nicht vorgesehen; sie gelten sohin zeitlich unbeschränkt.

Demnach ist der Rechtsanwalt gem. § 9 RAO zur Verschwiegenheit über alle ihm anvertrauten Angelegenheiten und die ihm sonst in seiner beruflichen Eigenschaft bekannt gewordenen Tatsachen, deren Geheimhaltung im Interesse seiner Partei gelegen ist, verpflichtet.

Doppelvertretungen sind gesetzlich ausgeschlossen und gilt als Selbstverständlichkeit, dass bei Interessenskollisionen neue Vertretungsaufträge abgelehnt werden.

Das Anwalt-Klienten-Verhältnis ist in den „Richtlinien für die Ausübung des Rechtsanwaltsberufes, für die Überwachung der Pflichten des Rechtsanwaltes und für die Ausübung der Ra-Anw.“ RL-BA 1977 geregelt.

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